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Geschichtliches über Kemnitz

Dörfliche Geschichte - Kemnitz 800 Jahre Im Jahre 1207 wird die slawische Siedlung "Kaminicez" (Kemnitz) erstmalig urkundlich erwähnt. Die Bewohner lebten von Landwirtschaft, Waldwirtschaft und vom Mühlenbetrieb. Ende des 13. Jahrhunderts wird die 3-schiffige Hallenkirche in Kemnitz gebaut und 1280 erstmalig genannt. Durch die Säkularisation des Klosters Eldena (1535) geht auch Kemnitz in den Besitz der Pommernherzöge über. Der 30jährige Krieg (1618-1648)richtet starke Verwüstungen in der ländlichen Region an. Viele Hofstellen werden vernichtet. 1634 schenkt der Pommernherzog Bogislaw XIV. unter anderen auch das Dorf Kemnitz der Universität Greifswald. 1675 brennt die Mühle Kemnitz im Brandenburg/Schwedischem Krieg ab. Durch den Zuzug vieler Handwerker erfährt der Ort einen erneuten Aufschwung, die Landwirtschaft bleibt dennoch dominierender Wirtschaftsfaktor in der Region. Die Besitztümer und Ländereien der Universität werden von Pächtern großflächig bewirtschaftet, Gutshöfe entstehen. 1893 erhält Kemnitz eine größere Schule, was Rückschlüsse auf die sich entwickelnde Zahl der Landbevölkerung zuläßt. Nach 1945 werden im Rahmen der Bodenreform Gutsanlagen abgerissen oder anderen Bestimmungen zugeführt. Zum Beispiel wurden hier auch Neubauern angesiedelt.

Die ländliche Entwicklung wird durch den Zusammenschluß von Kleinbauernwirtschaften zu Landwirtschaftlichen Großbetrieben (LPG) geprägt. Das Gesicht des Ortes wird durch Neu- und Gesellschaftsbauten stark verändert. Eine Ortsumgehung nach Lubmin verbessert die Verkehrssituation. 1962 und 1989 vernichten 2 Großbrände die Gehöfte Krügershof und Meierei.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden großzügig Flächen zur privaten Nutzung (Bebauung) durch die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Gewerbetreibende siedeln sich in Kemnitz und Neuendorf an, vier Landwirtschaftsbetriebe, davon 3 mit Viehwirtschaft, bearbeiten die Nutzflächen der Gemeinde. Nach 1990 entstehen allein in Kemnitz über 120 Eigenheime. Kemnitz wird an die Erdgasversorgung angeschlossen, umliegende Ortsteile erhalten den Anschluß an die Abwasserversorgung. Verfallene Wirtschafts- und Stallgebäude auf Universitätsgelände werden abgerissen.


Kemnitz hat sich als sehr beliebter Wohnstandort entwickelt. Die günstige Lage zur Stadt, die Nähe zum Wasser und die wunderschöne Natur der Region machen den Ort sehr attraktiv.

Autor: A. Witt, Kemnitz