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Historischer Dorfrundgang

Die Wanderung beginnt an der  „Krugecke“ an der Grenze der beiden Ortsteile Weitenhagen und Potthagen. Die Gastwirtschaft hat bis 1924 hier bestanden und gab als „Pottkrug“ dem Ort seinen Namen. Ein Fähnrich namens Mey hatte auf der Landstaße von Greifswald nach Gützkow einen Krug betrieben. Aus Langeweile hat dieser in den Hügeln neben dem Guest gegraben und entdeckte dabei Urnen und Töpfe.

Allerdings lässt sich nicht eindeutig sagen, ob dies die exakte Entstehungsgeschichte für den Ort Potthagen ist. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Fähnrich Mey 1727 einen Prof. Nesselblad aus Greifswald auf die Gräber aufmerksam gemacht hat.  Dauraufhin hat der Professor rund 150 Urnen mit Asche und Knochenresten in der Nähe des Pottkruges ausgegraben.
Auf der „Trift“, dem Weg von der Krugecke nach Weitenhagen, wurde das Vieh entlang getrieben. Südlich dieser Trift, auf der Fläche des heutigen Sportplatzes des VSG Weitenhagen,  stand bis 1945 ein Kiefernwald.
Wer seinen Blick über die Stadt Greifswald schweifen lassen möchte, sollte sich auf zum Mühlenberg machen. Mit 33 m über NN kann man bei gutem Wetter sogar über den Bodden bis nach Rügen sehen.

Hier auf dem Mühlenberg stand ehemals eine von drei Mühlen. Eine Weitere war neben dem Landweg zu finden, wo sich heute der Rodelberg befindet. Die dritte Mühle war auf dem 36 m hohen Joelkenberg zu finden, die im Jahre 1932 abgerissen wurde.  Über den Mühlweg geht es zurück in das Dorf, genauer zur Kirche und zum Friedhof.

Um 1800 wurde das Küsterhaus erbaut, in dem der Schulunterricht in einem großen Klassenraum stattfand. Bis zum Jahre 1861 besuchten 150 Kinder die Schule, wenn auch nicht alle regelmäßig. Ein zweiter Lehrer musste eingestellt werden und ein zweiter Klassenraum fand im Pfarrwitwenhaus Platz. So wurde zum einen im Küsterhaus, zum anderen im Pfarrwitwenhaus unterrichtet. Erst 1931 konnte ein Schulhaus am Waldrand erbaut werden. Die Wanderung im Wald führt unter anderem zum langen Berg, von wo aus der Besucher einen herrlichen Blick nach Schönwalde, Koitenhagen und Greifswald hat.

Der Weg zur „Schwedenschanze“, westlich des Langen Berges,  wird „Messweg“ (Mistweg) genannt, weil hier ehemals der Mist vom Schäferhof auf den Acker gefahren wurde.
An der „Schwedenschanze“ angekommen, kann der Wanderer seiner Phantasie freien Lauf lassen. Der Hügel wurde und wird von den Einheimischen so genannt, aber ob sich dort zu Zeiten der Kriege wirklich eine Schanze befand, ist nicht eindeutig belegt. Es ist auch nicht nachgewiesen, ob es sich bei dem benachbarte Hügel um ein „Hünengrab“ handelt. Fest steht jedoch, dass dies die Hügel sind, in denen der Krugwirt Mey die Funde entdeckte.

Von der „Schwedenschanze“ aus führt der Weg zum heutigen Kindergarten, an dessen Stelle früher der Kleinbahnhof stand, welcher allerdings 1945 abbrannte. In den Wald hinein geht es zum „Söllkensee“, früher Sölkenmuur genannt.