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Termin

Titel: 8. Karl-Lappe-Reise von Spandowerhagen aus
Startdatum: 22.09
Startzeit: 09:00
Stoppzeit: 18:00
Beschreibung: 

 

Liebe Kulturfreunde,

am  Samstag, dem 22. September findet die 8. Karl-Lappe-Reise statt.

Das Oberthema lautet: „Barth und die Pommerschen Herzöge“.

Programm :
- Führung durch die Barther Marienkirche
- Fußweg zur schön gelegenen Gaststätte “Vinetablick” am Hafen
- kleiner Stadtbummel zum Fräuleinstift und  Besuch der dortigen Ausstellung  “Ausgestopft &
  zugenäht”  
- Fahrt nach Kenz, Besichtigung der Wallfahrtskirche
- Kaffee und Kuchen “im Grünen”

Ausführliche Informationen habe ich im Anhang zusammengestellt!

Für die Reise ist ein Bus bestellt. Sollte die Platzkapazität nicht ausreichen, sind mit Sicherheit auch Fahrgemeinschaften möglich.

Zusteigemöglichkeiten in Lubmin und Wusterhusen, nach Absprache auch in Greifswald sowie  Stralsund.

Preis (inkl. Busfahrt, Führungen, ohne Mittag): 20,00 € pro Person

Anmeldungen:  bis spätestens 15. September per Email unter:  kanuhof@online.de oder telefonisch unter:  038370 20665

Ich freue mich auf eine spannende Kulturreise und würde mich über Interessenten freuen.

Herzlichst

Ingo Gudusch

 

Die Marienkirche

(Führung)

 

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die das Stadtbild bestimmende Kirche fertig gestellt. Innerhalb des Herzogtums Pommerns war Barth zu verschiedenen Zeiten Residenzstadt des Fürstentums Rügens. Ihre Blüte erreichte  sie während der Herrschaft Bogislaw XIII (1570-1605). Sehenswerte Ausstattungsstücke der Kirche erinnern an diese Zeit. Auf Anregung Friedrich Wilhelm IV. fanden in der Mitte des 19. Jh. einige gravierende Veränderungen unter Leitung von F.A. Stüler im Kircheninneren statt. In der nördlichen Turmhalle befindet sich die größte Exposition des Greifswalder Malers, Architekten und Quistorp-Schülers  Christian Johann Giese (1887-1838).

 

Das Fräuleinstift

Ab 1315/16 ließ der letzte Rügenfürst Witzlaw II. in Barth ein Schloss als Residenz errichten. Dieses ließ  Pommernherzog Bogislaw XIII. während seiner Regierungszeit 1570 – 1605 zum Renaissanceschloss umbauen. Nach dem Aussterben des Pommerschen Herzogshauses erlaubte der Schwedische König Friedrich I. in nunmehr schwedischem Vorpommern auf dem Gelände der nunmehr Schlossruine dem Adel die Errichtung eines Frauenstiftes. Unverheiratete adlige Damen fanden dort Wohnung und Versorgung. Heute wird das Gebäude von der Stadt Barth kulturell genutzt. Seit Jahren finden dort Ausstellungen statt. Seit April dieses Jahres zeigt Stefanie Alraune Siewert in einer Sonderausstellung „Ausgestopft und Zugenäht“  skurrile selbst entworfene und genähte Figuren unter dem Motto „VARIETÉ“. Seit einigen Jahren stellt sie sehr erfolgreich ihre Nähkunst zu verschiedenen Themen u.a. in Barth aus. Dieser Besuch ist ein sehenswerter und heiterer Aspekt unserer Tagesreise.

 

Kenz

(Kirchenführung)

 

Der Ort, nahe Barth gelegen, war im Mittelalter ein Wallfahrtsort der Marienverehrung. Ein wundertätiger Brunnen trug dazu bei, dass sich Kenz bereits seit dem Ende des 17. Jahrhunderts zu einem Gesundbrunnen entwickelte. Der Glanz des einstigen kulturellen Zentrums in schwedisch Vorpommern ist heute verblasst. Doch ist die Kenzer Kirche eine Perle unter den vorpommerschen Dorfkirchen. Neben dem Kenotaph (Scheingrab) von Herzog Barnim VI., das einzige seiner Art in Pommern, befindet sich hier die reichste Sammlung von Glasmalereien in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch das Brunnenhaus ist wieder aufgebaut und begehbar. Davor befindet sich eine Pumpe, die das „wundertätige“ Wasser an das Tageslicht fördert.  Bei einem Besuch in Kenz sah ich, wie ein junger Mann sich etliche Flaschen abfüllte. Also, Trinkgefäße nicht vergessen!