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Gemeindehistorie Kröslin

Im Jahre 1305 strebte die Krösliner Kapelle eine Trennung von der Mutterkirche in Wolgast an. Somit wurde Kröslin ein Kirchspiel und Pfarrdorf. Kröslin war schon immer ein Bauern- und Büdnerdorf. Trotzdem war die Fischerei der Haupterwerb für die meisten Büdner. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges zusehends. Das hatte zur Folge, dass die Einwohnerzahl sprunghaft anstieg und sich der Ort vergrößerte. Entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung war die Einweihung der Bahnstrecke Lubmin-Wolgast über Kröslin und der gut ausgebaute Hafen. Vor der Wende wurde er überwiegend für militärische Zwecke genutzt aber auch als Umschlaghafen hatte er seine Bedeutung. Die gute Lage wurde inzwischen genutzt, um einen Yachthafen zu errichten. Damit verbunden war der Bau weiterer Einrichtungen, um den Tourismus in Verbindung mit den anderen Ortsteilen weiter anzukurbeln. Durch umfangreiche Baumaßnahmen, insbesondere der Infrastruktur, hat sich das Bild der Gemeinde grundlegend verbessert.

Fährt man die Ortsstraße in nördliche Richtung, kommt man zum alten Fischerdorf Freest, welches im Jahre 1298 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Es war ebenfalls wie Kröslin ein Bauern und Büdnerdorf und befand sich auch bis zum Jahre 1302 im Besitz der Ritter von Below. Später wurde es dann an das Kloster Eldena verkauft. Während des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1628 zerstörrten dänische Truppen den Ort.

Das Wachstum der Bevölkerung und damit auch des Ortes sind wie in Kröslin eng mit der Entwicklung der Fischerei verbunden.
Auch heute noch hat diese in entscheidendem Maße am Leben und der Entwicklung des Ortes Freest teil.

Mit erheblichen Fördermitteln, unter anderem der Europäischen Union, wurde der Hafen Freest für die Fischerei komplett um- und ausgebaut. Entstanden ist einer der modernsten Fischereihäfen im vorpommerschen Raum.
Berühmt ist Freest unter anderem auch wegen seiner Fischerteppiche. Die Teppichknüpferei entstand während der Zeit der Weltwirtschaftskrise und diente den Fischern als zusätzliche Erwerbsquelle während dieser Zeit. Noch heute werden diese Teppiche mit heimatlichen Motiven hergestellt. Der bekanntestes ist wohl der "Dreifisch", welcher neben anderen Austellungsstücken zum Thema Fischerei und Geschichte in der Heimatstube Freests besichtigt werden kann.

Die ersten Erwähnungen der Ortsteile Hollendorf, Karrin und Spandowerhagen werden auf den Beginn des 14. Jahrhunderts datiert. Diese Orte bestanden aus nur wenigen Bauernhöfen und wechselten in ihrer Geschichte mehrmals die Besitzer. Umfangreiche Flächen in Karrin und Hollendorf wurden um 1814 von Carl Christian Jakob Wodrich bewirtschaftet. Diese kleinen Orte und die umliegenden Flächen hatten in erster Linie landwirtschaftliche Bedeutung. In kleinerem Maße, überwiegend in Spandowerhagen, wird auch hier Fischerei betrieben. In diesen Orten wurden nach der Wende umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt, die zu einer wesentlichen Verschönerung der Ortsbilder beigetragen haben. Die dörfliche Idylle verspricht auch heute noch Erholung für viele Touristen.


Quelle: Informationsbroschüre des Amtes Lubmin.